Customize my life

Den Browser mit ein paar Add-ons und das Müsli mit einer Handvoll Kokosraspeln personalisieren – schon dagewesen! Mit dem folgenden Produkt kann man sein Verständnis von Individualisierung jedoch auf eine neue sphärische Ebene katapulieren:

„Emotibles“ und „Budclicks“

Da kommt Farbe ins Ohr

Angelehnt an die Emoticons, die Emails eine Zusatzinformation über das Befinden des Autors beifügen, sollen die Aufstecker  für Ohrstöpstel ebenfalls die Stimmung des Trägers ausdrücken. Die Auswahl an Emotibles reicht von neurotisch über gekitzelt bis zu verwöhnt. Ab vier Euros ist man dabei.

Wer seine Seele nicht ans große Ohr hängen will, bedient sich aus der Auswahl der Budclicks: ob Blume, Totenkopf oder Länderfahne – dem Ohrenschmaus sind keine Grenzen gesetzt.

Mein Senf dazu:

Der Trend „Emotibles“ ist nicht ernst zunehmend. Der Trend, den er als Spitze des Eisberges symbolisiert, hingegen schon:

Pimp my everything

Individualisierte Massenabfertigung

Produkte, die nur dazu da sind, anderen Produkten (und deren Trägern) eine persönliche Note zu verleihen:
Wie ein subtiler Heuschreckenschwarm überfallen diese die westliche Ich-Gesellschaft.
Sicher, ich bin froh, nicht in blaukarierter Schuluniform neben meinen Studienkollegen wie ein Teil einer Tapete da zu sitzen.
Aber glaube ich wirklich, individueller, personlalisierter, customize-ter zu sein, nur weil auf meinen M&M`s mein Name drauf steht oder das Hundefutter meines Rüden auf seine Bedürfnisse anpassen lasse?

Zu denken gibt: Bei Google tippe ich „customized toilet paper“ ein und bekomme 7.100.000 Suchergebnisse serviert.

Fazit: Wir individualisieren uns zu Tode.

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Street View Trike – Mit dem Dreirad um die Welt

Street View Trike goes Stonehenge

Vor der Urlaubsplanung virtuell durch den Ferienort spazieren, den Freunden die neue Studienstadt online demonstrieren - Googles Street View macht dies mit wenigen Mausklicks leichter als einen Glühbirnenwechsel. Dafür wurden Autos mit je neun Kameras bestückt, die nun wie Paparazzis durch die Straßen düsen. Durch die entstandenen 360°-Panorama-Aufnahmen kann man sich dann via Internet durch die Weltgeschichte navigieren.
Das Ganze dürfte vielen schon bekannt sein – das Projekt startete 2007 – und ihr fragt zurecht: „Wo bleibt da der Trend?“

Das Google-Dreirad

Bisher konnte Google nur auf PKW-gerechtem Asphalt fotografieren, Wurzelwege und co. blieben undokumentiert. Das ändert sich nun: Ein Mechaniker von Street View hatte bei einem Sonntagsausflug DIE Idee, um fortan auch jeden noch so holprigen Pfadfinderweg abzulichten: Er pimpte sein Fahrrad mit Kameras!
Von nun an kann man sich auch auf Bilder von Sehenswürdigkeiten, Universitäten oder Freizeitparks freuen. Auf Stonehenge oder Kaliforniens Legoland kann man bereits Blicke werfen.

Street View Flächenabdeckung

Kann ich meinen Nachbarn ausspionieren?

Die Flächenabdeckung von Google Street View ist nicht überall die gleiche. Während man so ziemlich jedes Kaff in den USA inspizieren kann, bleiben Teile Europas, auch Österreich, unbesichtbar.

Grund dafür sind unter anderem Datenschützer, die Google den Kampf ansagen. Zwar werden Autokennzeichen und Gesichter von Passanten grundsätzlich unkenntlich gemacht, trotzdem käme es zur Verletzung der Privatsphäre, so der Schweizer Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür.
Unter anderem stoppte Griechenland, „zum Schutz der Persönlichkeitsrechte“, die systematische Ablichtung von Straßen.

Mein Senf dazu

Wenn man mit „Die Privatsphäre ist heilig!“ gegen Street View argumentiert, frage ich mich immer, welche Privatsphäre die Leute so erwarten, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Ich persönlich wickle private Angelegenheiten lieber in den eigenen vier Wänden als auf der Straße ab. Deswegen und weil Street View Trek mir ermöglicht, Reiseziele schon mal vorab abzuchecken, sowie auch ganz amüsant sein kann, mein

Fazit: Thumbs up!

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Vom „Kevinismus“ zum „Emilismus“

Jeder hat einen. Manche sind traditionell, manche superschick. Manche hat man 400 Mal gehört, manche lassen sich nicht mal als solche identifizieren: Es geht um Namen.

Spätestens nachdem ein kleiner Schreihals ins Haus steht, startet die Odyssee: Die Suche nach dem passenden Vornamen. Der Sprössling soll nicht so heißen wie jeder Zweite auf dem Spielplatz, trotzdem soll der Name nicht zu exotisch sein. Er soll schön klingen, nicht zu lang sein und doch was „hermachen“.

Cartoon: Ahoi Polloi

Eigentlich ist das Namensrecht im deutschsprachigen Raum sehr großzügig. Vornamen dürfen nicht lächerlich sein oder beleidigend. Sachbezeichnungen wie „Klarinette“ sind tabu; bei Ortsnamen wird dagegen oftmals ein Auge zugedrückt: Maui (hawaiianische Insel) ist erlaubt – Sylt dagegen nicht. Außerdem sind biblische Namen mit negativer Prägung, etwa Kain oder Judas unzulässig. Auf den Namen Adolf muss verständlicherweise verzichtet werden. Sein Baby Jesus zu nennen, geht hingegen seit 1998 ok.

Viktoria Eva Anna Belinda Daniela Meier - Anzahl der Vornamen

Sowohl in Deutschland wie auch in Österreich wird meist nur ein Vorname vergeben. Etwa zwei Drittel aller Eltern geben ihrem Kind einen Vornamen, nur etwa ein Drittel der Kinder bekommt zwei oder mehr Vornamen. Erlaubt sind jedoch bis zu fünf Vornamen.
Manche Eltern reizen ihre Namensgebungs-Freiheiten voll aus. Daraus hervor gehen prädestinierte Hänselopfer wie Johan Riley Fyodor Taiwe Samuel (Heidi Klums Nachwuchs) oder Apple Blythe Alison Martin (Mutter Gwyneth Partrow).

Die meisten Eltern bleiben dagegen bescheiden und entscheiden sich für bodenständigere Namensvariationen.

Top Five 2008

Auch wenn es uns so vorkommt, als ob die Kindergärten von Maries, Leonies, Lucas und Pauls bevölkert sind, geht der Trend laut Experten zu Individualisierung. Trugen vor 15 bis 20 Jahren noch 10 bis 15 Prozent aller Neugeborenen denselben Namen, sind es heute höchstens noch zwei Prozent.
Die Globalisierung lässt sich hier allerdings auch spüren. In Offenburg (D) z.B. ist Mohammed der häufigste Jungenname.

Wer den „Aktienkurs“ seines Namens verfolgen will, kann dies auf der Seite von Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld tun.

Gegensätzliche Trends

Zum einen hinterließ die Amerikanisierung der deutschen Medien ihre Spuren: Die Wahl fällt heute gerne auf  Chelsey, Lily, Whitney, Ashley oder Harley. „Vor allem Eltern aus bildungsfernen Schichten, die sich sehr am Fernsehen orientieren, wählen für ihre Kinder die Namen ihrer Idole aus Film, Musik oder Sport“, sagt Namensforscherin Gabriele Rodriguez.

Davon entsetzt sind die Emilisten. „Akademiker sind auf der Suche nach seltenen Namen und greifen daher wieder auf Traditionelles oder biblische Ursprünge zurück“, sagt Rodriguez. Ganz weit oben stünden bei den Jungen zurzeit Alexander, Leon, Friedrich, Erich, Bruno, Karl und Otto. Bei den Mädchen boomen tantentypische Vornamen: Elfriede, Erna, Luise.

Eine Studie hat festgestellt: Mädchennamen sollen ausgefallen sein. Jungen dagegen bekommen Namen, die leicht zu schreiben sind.

Karriere-Namen

Die britische Barclays Bank hat eine Alternative zu den bekannten Vornamenshitlisten veröffentlicht. Die Namensforscher der Bank kamen zu einem interessanten Schluss: Die häufigsten Vornamen der erfolgreichsten Kunden sind demnach DavidJohn und Michael beziehungsweise SusanElizabeth und Sarah (was mich persönlich freut).

Mein Senf dazu:

Am Wichtigsten ist und bleibt der Charakter eines Menschen. Hauptsache, der Name lässt sich aussprechen und -schreiben, finde ich. Axel Schweiß möchte ich dennoch nicht heißen.

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Zweiteiler: „Coffee to go“ vs. „Slow Food“ Part 2

Parallel zum Vormarsch Fastfood-zugehöriger Produkte wie Coffee to go oder Uncle Ben’s Heiss auf Reis Indisch Madras Curry -Fertiggerichte entwickelte sich ein völlig konträrer Trend: Slow Food.

Wie das Essen entschleunigt wurde

1986 wurde an der Spanischen Treppe in Rom eine Mc-Donalds-Filiale gegründet. Diese Eröffnung missfiel besonders dem Italiener Carlo Petrini, welcher daraufhin kurzerhand die Oranisation Slow Food gründete, die sich auch „Internationale Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss“ nennt. Ziel ist es, im Zeitalter des universellen Tempowahnsinns das „Geruhsame, Sinnliche und Bodenständige“ zu bewahren. So sieht sich die Bewegung  nicht so sehr als Widersacher von Fastfood, sondern als organisierter Bekämpfer von Fast Life.

Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair

Drei Elemente bilden den Maßstab von Slow Food: Essen soll gut, sauber und fair sein.
Mit jedem Gammelfleisch-Skandal steigt der Unmut über Lebensmittel von der Supermarkt-Stange. Man kann schon froh sein, zu wissen, aus welchem Kontinent sein frisch erworbenes Radieschen kommt. Durch Informationsarbeit, Verkostungen, Geschmacksschulungen, Veranstaltungen usw. will die Non-Profit-Organisation Slow Food ein neues Bewusstsein für Qualität schaffen.
Wer zwischen dem 25. und 29. November zufällig in München ist, kann sich auf der Food & Life- Messe den Slow Food Markt für gute Lebensmittel schmecken lassen. Testen kann man das Slow Food- Konzept allerdings auch in seiner eigenen Küche. Alle Jamie Olivers unter uns dürfen sich gerne an Slow Food- Rezepten versuchen.

Die Schnecke als Vorhängeschild

Die Wertschätzung der Geselligkeit ist ein weiteres grundlegendes Prinzip von Slow Food. Ob gemeinsames Frühstück, ein ausuferndes Familienfest oder einfach den Nachbarn zum Mittagessen einladen:
Essen soll gefeiert worden.
Dieses Konzept schmeckt: Slow Food ist in mittlerweile über 100 Ländern mit mehr als 80.000 Mitgliedern vertreten.

Mein Senf dazu

Gegen bewusstes und genussvolles Essen kann man ja eigentlich nichts haben. Wie umsetzbar und vorallem tauglich das Konzept im Alltag ist, muss man ausprobieren. In der Realität spielen Tiefkühlgermknödel in der 30-minütigen Mittagspause dann wohl doch meistens eine dominierende Rolle. Der Gedanke, eine weltweite Kampagne für Genuss und Sich-Zeit-Nehmen aus dem Boden zu stampfen, bleibt trotzdem oder gerade deshalb, bewundernswürdig.

Fazit: Lobenswert mit Vorbildcharakter

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Zweiteiler: „Coffee to go“ vs. „Slow Food“ Part 1

Zwei Trends, die nebeneinander und gleichzeitig im Nahrungsmittel / Lifestylesektor wie Pilze aus dem Boden schossen und doch gegensätzlicher nicht sein könnten: Die Coffee to go- Jünger liefern sich mit den Slow Food- Anhängern eine Schlacht um den guten Geschmack. In den nächsten zwei Blogs werde ich beide Trends auf Herz und Niere beleuchten. Heute nehme ich mich der Coffee to go – Kultur an, die Slow Food – Variante folgt im Laufe der Woche.

Coffee to go - Dampfende Pappbecher auf dem VormarschCoffee Junkie

Unter dem Schirmherren Starbucks schwappte über den Teich ein Trend zu uns herüber, der Wellen schlägt. Das Konzept ist einfach: Kaffee wird zum Mitnehmen in Hartpapierbecher serviert, möglichst personalized, möglichst hochwertig, möglichst schnell.

Warum Mitnehmkaffee boomt und quantitativ bald die Kebabläden verblassen lässt

Wir wollen Kaffee.
Der Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Seitdem das braune Gold in unseren Breitengrade Einzug fand, ist ein Leben ohne dieses Gebräu nicht mehr auszudenken.
Zur besseren Anschaulichkeit: In Deutschland ist Kaffee mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 153,5 Litern unangefochtener Spitzenreiter auf dem Getränke-Siegerstockerl. Auf Platz zwei verdrängt liegen mittlerweile Mineralwässer mit knapp 135 Litern und sogar Bier rutschte mit 117,7 Litern auf Konsumrang 3 ab.
In einigen Ländern etablierte sich der nachmittägliche Genuss von Kaffees sogar als eigene Mahlzeit „Kaffee“. Die Bedeutung von Kaffee sei damit belegt. Weiter!

Wir wollen Kaffee ruckizucki.
Ludwig van Beethoven hatte die Angewohnheit, für seinen Mokka genau 60 Kaffeebohnen abzuzählen. Soviel Zeit investieren wir heute nicht. Auf die Qualität unseres Kaffees wollen wir trotzdem nicht verzichten. Anstatt morgens selbst die Filterkaffeemaschine anzuwerfen hat man die Möglichkeit, schnell in einen Kaffeeschnellimbiss hineinzuspringen und schon quasi beim Betreten das heiße Getränk in der Hand zu halten. Google findet 163 Millionen Einträge zu Coffee to go. Beinahe ebenso zahlreich und schnell findbar sind die Starbucks-Trittbrettfahrer hierzulande. Kaffee zum Mitnehmen gibt’s an jeder zweiter Straßenecke. Soweit so gut.
Allerdings ist Coffee to go nicht unbedingt etwas für Eilige. Laus „Konsument“ sind Wartezeiten von über fünf Minuten keine Seltenheit. Am längsten mussten sich die „Probetrinker“ wegen großen Andrangs bei einer Filiale von McDonald’s gedulden: nämlich ganze 17 Minuten! Das zweigeteilte System bei Starbucks – einer nimmt Bestellung auf, ein anderer Mitarbeiter bereitet zu – verkürze nicht die Wartezeit.

Wir wollen Kaffee und damit gut aussehen.
Das Mobiltelefon zwischen Ohr und Schulter geklämmt, Aktentasche unterm Arm und ein  Coffee to go in der verbrühten Hand signalisieren: Ich bin wichtig. Ich habe keine Zeit für Plausch und Trinken aus Porzellan. Es gehört zum guten Ton, busy zu sein. Und was bringt diese Beschäftigkeit und den damit verbundenen Lifestyle besser zum Ausdruck als ein Einwegbecher? Noch dazu bekommt man seinen Kaffee genau so, wie man ihn will. Ob als White Caffè Mocha, Iced Caramel Macciato oder Mocha Frappuccino Blended Coffee - der Individualität und Einzigartigkeit seiner Kaffee-Kreation sind keine Grenzen gesetzt.
Kaffee als duftendes Accessoire, Kaffee als Statussymbol. Ein Becher randvoll mit Lebensgefühl.

Coffee to go draftMein Senf dazu:

Wer auf schreiende Schnelllebigkeit Wert legt, ist mit Coffee to go gut bedient. Mich persönlich wird man jedoch eher selten mit einem in der Hand antreffen. Grund dafür sind zum einen der nicht gerade günstige Anschaffungspreis für wirklich guten Kaffee, zum einen lasse ich mich zu gerne bewirten, von anderen Kaffeehausgästen unterhalten, lasse mir zu gerne für Zeitung und Co. Zeit. Trotzdem bin ich nicht gegen Coffee to go. Ich bin dafür, solange traditionelles Kaffeehaussitzen nicht abgelöst, sondern ergänzt werden soll und es neben Coffee to go auch noch Coffee to stay gibt.

Fazit: Geduldet bis erwünscht.

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Blog 02- Lifelogging

Stark an die Reality-Show Big Brother erinnert mich das neue Fabrikat aus dem Hause Vicon: Die englische Firma  entwickelte eine Kamera, die sich mit einer Kordel um den Hals hängen lässt und kontinuierlich Bilder schießt. Damit sollen Webblogger zu Lifeloggern  gemacht werden, die ihren Tag visuell dokumentieren.

Die Vican Revue

Prototyp der Vicon Revue

Ursprünglich wurde die auf Microsofts SenseCam basierende Kamera entwickelt, um Alzheimer-Patienten eine Erinnerungsstütze anzubieten. Der Apparat schießt in einstellbaren Intervallen (min. 30s) Fotos und ist weiters auch mit Beschleunigungs-, Licht- und Infrarot-Sensoren ausgerüstet. Diese sollen Aufnahmen zu jeder Tageszeit und Umgebung ermöglichen. Auf den internen 1 GB Speicher passen derzeit bis zu 30 000 Bilder im VGA-Format 640 x 480 px. Die Qualität und der Stil der Fotos könnte Lomographie-Freunden übrigens wohlfallen.

Am Online-Anschluss der Kamera wird noch gearbeitet, um eine nahtlose Aktualisierung zu ermöglichen.

Derzeit sind die Kameras nur von Wissenschaftler um satte 545€ zu erwerben. Mitte nächsten Jahres soll die Vicon Revue dann auch für den Ottonormalverbraucher auf den Markt kommen, zu einem deutlich schlankeren Preis. Fortan soll sie dem Zwitter Foto-Sharing / Live-Broadcasting als Werkzeug dienen.

Steve Mann

Steve Manns "work in progress"

Ganz neu ist die Idee der fotografischen Lebensdokumentation übrigens nicht: Der Kanadier Steve Mann experimentierte bereits in den 80ern mit tragbaren Webcams. 1994 begann er sein Leben 24 Stunden, sieben Tage die Woche live ins Web zu übertragen. Vier Jahre später gründete Mann eine „Lifelogger-Community“, die mittlerweile 20 000 Mitglieder umfasst. Heute ist Steve Mann Universitätsprofessor in Toronto.

Mein Senf dazu:

Für all diejenigen, die abends ihren Tagesablauf akribisch analysieren wollen, wissen müssen, wo ihr Hund hinläuft, um ein Häufchen zu machen oder darauf stehen, beim Kohlrabi-Einkauf und co. beobachtet zu werden, ist die Vicon Revue unbestritten eine wahre Lebensbereicherung.

Mir persönlich stellt es die Gänsehaut auf. Auch wenn diese Kamera für die Wissenschaft und vielleicht noch zum Erstellen von Tutorials alà „Wie flambiere ich meine Flussforelle?“ ganz nützlich sein kann – ich verzichte auf die moderne Teleschirm-Variante und bleibe dann doch lieber ein halb-transparenter Mensch.

Fazit: Nein, danke!

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Blog 01- Einführung

In diesem Blog wird der Zeigefinger gerichtet auf all’ die Trends, die uns täglich vor die Nase flattern beziehungsweise unter diese gerieben werden. Das Augenmerk lege ich dabei auf vorhandene / fragwürdige Sinn- und Zweckhaftigkeit. Spannen wird sich der Bogen dabei von Trends in der Kommunikation und öffentlichen Meinungen über Technik und deren Design bis hin zu Lifestyle. Gelegentlichen Abstechern in andere sich entwickelnden Bereiche bin ich ebenfalls zugeneigt.

Auch wenn ich mich um objektive Recherche und Wiedergabe bemühen werde, fällt dieser Blog wohl eher kolumnenartig aus. Genau deshalb bist Du, liebe Öffentlichkeit (vorallem JPR09 sowie Instrukteure), dazu geladen und aufgefordert, mein persönliches Fazit regelmäßig  zu untergraben oder zu untermauern. Gebt euren Senf dazu!

Der Tamagotchi- mein Sinnbild für Strömungen

Der Tamagotchi- mein Sinnbild für Strömungen

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