Street View Trike – Mit dem Dreirad um die Welt

Street View Trike goes Stonehenge

Vor der Urlaubsplanung virtuell durch den Ferienort spazieren, den Freunden die neue Studienstadt online demonstrieren - Googles Street View macht dies mit wenigen Mausklicks leichter als einen Glühbirnenwechsel. Dafür wurden Autos mit je neun Kameras bestückt, die nun wie Paparazzis durch die Straßen düsen. Durch die entstandenen 360°-Panorama-Aufnahmen kann man sich dann via Internet durch die Weltgeschichte navigieren.
Das Ganze dürfte vielen schon bekannt sein – das Projekt startete 2007 – und ihr fragt zurecht: “Wo bleibt da der Trend?”

Das Google-Dreirad

Bisher konnte Google nur auf PKW-gerechtem Asphalt fotografieren, Wurzelwege und co. blieben undokumentiert. Das ändert sich nun: Ein Mechaniker von Street View hatte bei einem Sonntagsausflug DIE Idee, um fortan auch jeden noch so holprigen Pfadfinderweg abzulichten: Er pimpte sein Fahrrad mit Kameras!
Von nun an kann man sich auch auf Bilder von Sehenswürdigkeiten, Universitäten oder Freizeitparks freuen. Auf Stonehenge oder Kaliforniens Legoland kann man bereits Blicke werfen.

Street View Flächenabdeckung

Kann ich meinen Nachbarn ausspionieren?

Die Flächenabdeckung von Google Street View ist nicht überall die gleiche. Während man so ziemlich jedes Kaff in den USA inspizieren kann, bleiben Teile Europas, auch Österreich, unbesichtbar.

Grund dafür sind unter anderem Datenschützer, die Google den Kampf ansagen. Zwar werden Autokennzeichen und Gesichter von Passanten grundsätzlich unkenntlich gemacht, trotzdem käme es zur Verletzung der Privatsphäre, so der Schweizer Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür.
Unter anderem stoppte Griechenland, “zum Schutz der Persönlichkeitsrechte”, die systematische Ablichtung von Straßen.

Mein Senf dazu

Wenn man mit “Die Privatsphäre ist heilig!” gegen Street View argumentiert, frage ich mich immer, welche Privatsphäre die Leute so erwarten, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Ich persönlich wickle private Angelegenheiten lieber in den eigenen vier Wänden als auf der Straße ab. Deswegen und weil Street View Trek mir ermöglicht, Reiseziele schon mal vorab abzuchecken, sowie auch ganz amüsant sein kann, mein

Fazit: Thumbs up!

2 Kommentare

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2 Antworten zu Street View Trike – Mit dem Dreirad um die Welt

  1. Geisler Sebastian

    Der “Große Bruder” sammelt ohnedies Infos über Infos. Ob Google und Co. auch noch Wäscheständer auf Balkonen, gepflege oder verwilderte Gärten in Burgenland oder sonst was den Neugierigen ins Wohnzimmer liefert, kann ich nur mehr mit “was soll’s” kommentieren.

  2. Die Privatsphäre ist sowieso sehr mager. Erst vor kurzer Zeit habe ich die Adresse einer ehemaligen Nachbarin über das Bürgermeisteramt für die Gebühr von 10 Euro gekauft ähh herausgefunden. Von wegen Datenschutz.

    Grüße Ivo

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